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14 Designtrends für 2014 und darüber hinaus?

By Markus, 21. Februar 2014

Produktdesigner Markus Wild über die Designtrends 2014

 

 

 

Wofür 14 Designtrends?

Reicht denn nicht der allgegenwärtige und gut gemeinte Hinweis von Kundenseite:
So wie das iPhone – bitte“?

 

Zwar sind Apple-Produkte weiterhin die Ikonen der Weltwirtschaft, aber inzwischen hat diese stilistische Monokultur eine gewisse Orientierungslosigkeit bewirkt. Alles ausserhalb des Apple-Stils erscheint fast schon willkürlich. Neben einer Rückbesinnung auf Inhalt und Funktion, der eigentlichen Basis für gutes Design, keimt grade ein neues Bewusstsein für Stilistik im Produktdesign auf. Schon im Jahr 2013 haben wir deshalb damit begonnen, bestehende Strömungen zu sortieren und sie in Form von Designtrends zu sammeln und zu formulieren.

 

Herausgekommen sind: 14 Designtrends, die ich hier erstmals im Zusammenhang vorstelle. Von denen ich aber insbesondere glaube, dass sie relevant sind und im kommenden Jahr das ein oder andere Coming Out haben werden. Natürlich sind nicht alle brandneu. Profunde Stile wie das minimal design gehören seit vielen Jahrzehnten zum festen Repertoire der Gestalter, aber im Kontext aktueller gesellschaftlicher Trends rücken diese wieder mehr in den Vordergrund.

 

Zum Designtrend 1 | Stealth Design, gibt es bereits einen ausführlichen Artikel, aber ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte. Deshalb ist jeder Designtrend mit einem lebendigen und ständig wachsenden Pinterest Board verlinkt, auf dem man das Wesentliche in visueller Form direkt erfassen kann. Los geht’s:

 

Designtrend 1 | Stealth Design
stealth design, der neue Produktdesign TrendAbgeleitet von der Tarnkappen-Technologie und der frühen 3D-Computergrafik wird dieser Trend jetzt vermehrt im Produktdesign sichtbar. Designer/innen wie Zaha Hadid und Konstantin Grcic nutzen die Ausdruckskraft des Dreiecks, um Konstruktionen zu minimieren und Oberflächen zu beleben.
-> untersuche Stealth Design
-> zum ausführlichen Artikel

 

Designtrend 2 | Wearable Design
wearable design, Elektronische Produkte zum AnziehenSpätestens seit Google Glass fängt die Zukunft richtig an. Die extrem miniaturisierte Technik nähert sich immer mehr dem Körper an. Und der Kampf um einen kleinen Platz auf der begrenzt verfügbaren Haut-Oberfläche lässt sich nur mit Emotionalität und Ästhetik gewinnen.
-> untersuche Wearable Design

 

 

Designtrend 3 | Stacking Design
Stapeldesign, Produktdesign aneinandergereihtEin altes Thema – neu belebt. Das aneinander Reihen oder übereinander Stapeln von ähnlichen Elementen dramatisiert die Gestaltung, gibt eine Richtung vor und zerlegt die Gesamtgestalt in flache Körper. Ein spielerischer Trend der gut zum flat&minimal UI Trend (No.7) passt.
-> untersuche Stacking Design

 

Designtrend 4 | Minimal Design
minimales Produktdesign / minimal designMinimalismus geht immer. Schon viele Jahrzehnte aktuell und ganz sicher einer der dominierenden Trends im Produktdesign. Es geht nicht nur darum, alles Überflüssige wegzulassen, sondern auch darum, eine möglichst abstrakte und unabhängige Form zu erschaffen. Materialqualität und Details sind entscheidend für diesen Stil.
-> untersuche Minimal Design

 

Designtrend 5 | Iconic Design
ikonisches ProduktdesignDesign, das kommunizieren will. Das mehr sein will, als ein rein formales Statement. Teilweise humoristisch motiviert, teilweise funktionell. Immer gilt es, mit der Erwartung des Betrachters zu spielen. Die Absicht des Designers will entdeckt werden, die Abbildung (Ikone) muss verstanden werden.
-> untersuche Iconic Design

 

Designtrend 6 | Floating Design
fliessendes produktdesign floating designDieser fliessende, organische Stil steht schon seit Luigi Colani für „modernes Design“. In der Architektur von Zaha Hadid atemberaubend inszeniert, dank rechenstarker 3D-CAD Programme jetzt auch wieder im Produktdesign hip. Höchste Anforderungen an Krümmungsstetigkeit und Oberflächengüte vorausgesetzt.
-> untersuche Floating Design

 

Designtrend 7 | Flat & Minimal UI
flat and minimal user interfaces UIAlles wird flach! Die Technik beansprucht kaum noch Volumen, Leiterbahnen werden in die Gehäuse gebracht. Logisch also, dass auch die User-Interfaces keine Höhe mehr simulieren müssen. Jahrelang ging es mit Schatten und anderen 3D-Effekten in die entgegengesetzte Richtung – dann kam Apple’s IOS7…
-> untersuche Flat & Minimal UI

 

Designtrend 8 | Eco Design
ecological product designMit ehrlich nachhaltiger Produktion tut sich die Industrie noch schwer. Obwohl Eco-Design nicht unbedingt ökologisch sinnvolle Produkte hervorbringt, hilft die robustere, natürliche Gestaltung dabei, ein Verständnis dafür zu erzielen, dass Öko nicht unbedingt schlecht gestaltet heisst.
-> untersuche Eco Design

 

 

Designtrend 9 | Design Detail
produktdesign detailEin frischer Designtrend setzt auf die Anziehungskraft des perfekten Details. Während die großen Volumina (z.B. im Automotive) immer austauschbarer und langweiliger werden, wird extrem viel Aufwand in kleine Details, wie z.B. Scheinwerfer oder Griffelemente gesteckt.
-> untersuche Design Detail

 

 

Designtrend 10 | Deco Style
cool deco produktdesign styleDekor war jahrelang tot. Jetzt wird es wieder gesellschaftsfähig. Dabei spielt die kulturelle Herkunft des Dekors eine große Rolle. Designer spielen damit und überbrücken so kulturelle und zeitliche Grenzen. Interessant ist die Anwendung von Dekoren auf Industrieprodukten.
-> untersuche Deco Style

 

 

Designtrend 11 | Cool Office Space
cool office space and office design for remote workersKein reiner Produktdesign-Trend, aber einer, der sich auf Produkte auswirkt. Weil sich Arbeitswelt und Privatleben immer mehr vermischen, sei es durch Home-Office oder dadurch, dass das Büro der „place to be“ ist. Aufsehen-erregende Gestaltung der Umgebung bewirkt eine Veränderung in der Einstellung.
-> untersuche Cool Office Space

 

Designtrend 12 | Color Design
colorful design styleFarbe und Farbigkeit war im Apple-dominierten Zeitalter von Glas&Alu tabu. Pantone hat uns die Freude am Bunten zurückgebracht. Seit es nicht nur die Kaffeetasse in x verschiedenen Pantone-Farben gibt, wissen wir, dass eine gute Farbskala nicht nur ein Produkt perfekt macht, sondern sogar zum alleinigen Designgrund taugt.
-> untersuche Color Design

 

Designtrend 13 | Black&White Design
b&w black&white product designSozusagen die Gegenposition zum Color Design ist ebenfalls voll im Trend. Das in reinem schwarz/weiss gehaltene Produktdesign ist ein Stil, der mit seinen starken Kontrasten für Klarheit und Ausdrucksstärke steht. Wir setzen diesen Stil seit Jahren vermehrt in der Medizintechnik ein. Aber auch bei Möbeln und im Sport etabliert.
-> untersuche Black&White Design

 

Designtrend 14 | 3D Printed Design
3D printed product designLast not least, der vielleicht revolutionärste Trend für die nächsten Jahre. Mit 3D-Druck werden unmögliche Formen erstellt, die vorher in keinem anderen Verfahren zu realisieren waren. Hier wird auf Grund der kleinen Stückzahl viel experimentiert und deshalb sind die Ergebnisse total unterschiedlich.
-> untersuche 3D Printed Design

 

Das sind sie nun, die 14 Designtrends für 2014. 14 Inspirationsquellen für unsere tägliche Arbeit. 14 Stile, die man im Auge behalten sollte. Erst in der Sortierung werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich und erfahrbar und im Vergleich ergeben sich wieder neue Assoziationen. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass sich selbst so verschiedene Trends wie Stealth Design und Floating Design im Schaffen ein und derselben Person wiederfinden, wie z.b. bei Zaha Hadid. Sicher ein Hinweis darauf, dass wir im kommenden Jahr mehr experimentieren sollten.

 

Nachdem du nun die 14 Designtrends und die dazugehörigen Pinterest Boards intensiv unter die Lupe genommen hast, würde mich interessieren, ob und wie du die Anregungen nutzen willst. Bitte schreib einen kurzen Kommentar.

Darüber hinaus, wenn du nach weiteren Tipps und ähnlichen Artikeln suchst, haben wir hier ein paar gute Sachen, die du für dich anwenden kannst:

-> Besuch‘ unsere Pinterest Boards, auf denen wir täglich neue Beispiele der Designtrends posten.
-> Dazu passt auch der Rückblick auf das Designjahr 2013denn hier sind einige Strömungen schon beschrieben.
-> Schau auch mal in die WILDCARDS rein, da gibt es viel über die Unterschiede China-Deutschland zu lernen.

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Markus schreibt über Design- und Innovationsmanagement, Kreativitätsmethoden, Medical Design und Intercultural Branding. Mehr über...

6 Antworten zu “14 Designtrends für 2014 und darüber hinaus?”

  1. Sandra sagt:

    Eine inspirierende Auflistung, danke dafür. Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Thema für meine Bachelor Arbeit (Fachrichtung „Integrated Design“), da bin ich auf diese Seite gestoßen.

    Was mir im Alltag immer wieder begegnet ist das Kacheldesign, dass durch Windows wieder richtig populär geworden ist. Viele Kunden fragen danach, ob bei Websites oder in Softwarelösungen. “So wie Windows 8 – bitte”?

  2. hans sagt:

    Markus, danke für deine Reaktion.
    Ich bekomme bei dem thema HOLISTIC THINKING oder Ganzheitlichkeit, mittlerweile tolle Unterstützung von niemandem weniger als Albert Einstein……und gerade du müsstest wissen wie Fengshui Chinesen denken!

    Anders gesagt: Design als Teilellement ist immer wieder verbunden mit einem grösseren Ganzes. Märkte bewegen sich eben nie linear und bleiben in Bewegung. Die Wahrheit von gestern gilt morgen schon nicht mehr. „Alles ist im Fluss“. Ich wünsche mir (und vielleicht melden sich noch mehr Interessenten) hierüber in den von dir herausgegebenen und deinen international mitdenkenden Mitarbeitern ausgearbeiteten Wildcards auf Dauer hierüber viel mehr erfahren zu können. Chinesische Reaktionen gerne inklusive…..

    Einsteinzitat: „Alle Dingen sind mit einander verbunden, haben einen Zusammenhang in einem grösseren Energiefeld. Alles ist Teil von einem unter sich verbundenes Ganzes“.

    Albert Einstein (1879-1955)
    Duits Amerikaans natuurkundige

    Und wenn Einstein dies schon sagt……muss doch irgendwas dran sein!

  3. Susanne, vielen Dank für Ihren Kommentar. Berichten Sie, wenn und wie Sie die Trends nutzen konnten…

  4. Hans, vielen Dank für deinen Kommentar. Es gibt tatsächlich den holistischen Ansatz und Projekte, bei denen ein solcher möglich ist. Meine Erfahrung zeigt allerdings, dass Holistik eher im Ergebnis zu finden ist, als in der Systematik. Es ist immer wertvoll, eine weitere Perspektive einzunehmen oder tiefer zu schürfen, aber alles auf einmal geht meist nicht, oder wird nicht finanziert. Im daily business bleiben Zaha und Rem wohl eher die Ausnahme. Obwohl ich dir zustimme, dass man konstant für mehr Holistik kämpfen sollte.

  5. Susanne Nehring sagt:

    Ihre Zusammenfassung der 14 Trends finde ich wirklich sehr gut gemacht! Danke und großes Lob dafür! Besonders schön finde ich auch Ihre Anfangsabhandlung des Apple-Themas. 😉

    Ihnen weiterhin alles Gute!

  6. hans van rheenen sagt:

    prima initiatieve markus, zeigt auch deutlich kompetenz in der branche!

    „holistic thinking“ wuerde ich hier noch hinzufuegen. wie ich bei ehemalige klassische architecten feststelle, ist entwerfen mittlerweile das kleinere uebel um einfluss auf „die allgemeine architekturentwicklung“ nehmen zu koennen. nicht mehr b r e i t, sondern auch t i e f mitwirken als staedtebauentwickler, als investorenberater, umweltconsulenten, technischer ingenieuerentwickler, makler und finanzberater gleichzeitig…..eben als ganzheitlicher alleskoenner um eigene neue ideen „in den markt“einbringen zu koennen. die oben bereits erwaehnte zaha hadid und mein landsmann rem koolhaas als beispiel.

    ich wuensche dir, deinen kollegen und die gesamte branche fuer 2014 viel erfolg!

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