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13 Prognosen zum Design-Jahr 2013 (3/3)

By Markus, 08. Januar 2013

Hier der dritte und letzte Teil unserer 13 Trend-Prognosen zum Design in diesem Jahr. Viel Spaß beim Lesen. (-> und hier gehts zum Review der Prognosen genau 1 Jahr später)

10. Wie entwickelt sich der Designstandort Deutschland?
11. Wie wirkt sich die fortschreitende Globalisierung auf das Design aus?
12. Was sind die wichtigsten Tools für Designer in 2013?
13. Was passiert stilistisch in 2013?


10. Wie entwickelt sich der Designstandort Deutschland?
Das Deutschland-Modell wird derzeit weltweit anerkannt und beneidet für nachhaltiges, krisenfestes Wirtschaften auf hohem Niveau. Deutsche Unternehmer werden dadurch ermutigt, zu ihrem vergleichsweise (im globalem Maßstab) ruhigen Entwicklungstempo zu stehen und wieder mit mehr Sinn und Verstand Neues zu schaffen. Gemischt mit einer neuen Offenheit für externe aber lokal orientierte Kooperationen, ergibt sich zunächst eine Stärkung der Nachfrage nach heimischen Kreativdienstleistungen. Eine langfristige Lösung für die Probleme des „Ausverkaufs deutscher Entwicklungskraft“ ist damit jedoch noch nicht in Sicht.

 

11. Wie wirkt sich die fortschreitende Globalisierung auf das Design aus?
Der Ort an dem man arbeitet wird unwichtiger und gleichzeitig wichtiger. Du kannst überall auf der Welt sein und bist verbunden durch die Cloud. Was entscheidend wird und in 2013 eine Schlüsselfunktion einnimmt, ist der direkte Zugang zu den Kulturen der Zielmärkte. Kann man sein Zielpublikum verstehen? Kennt man die Szenen? Wie kommt man an Informationen, Kontakte und Einsichten? Der Höhepunkt der globalen „Eins für Alle“ Produkte ist überschritten, Produkte werden angepasst an den Geschmack und die Anforderungen der neuen Verbraucher in den Schwellenländern – das ist neu (Intercultural Branding).
12. Was sind die wichtigsten Tools für Designer in 2013?
Endlich sind sie da – preiswerte und alltagstaugliche 3D-Drucker. Angeschoben von der weltweiten Maker-Bewegung beschleunigt sich die Entwicklung grad extrem und 3-dimensional arbeitende Gestalter können sich davor nicht mehr lange verschließen. 2013 schließt sich die Lücke zwischen Improvisation auf Cardboard-Niveau und High-End Prototyping und gibt uns Gestaltern wieder die Möglichkeiten zurück, die wir vor 25 Jahren mit unseren gut ausgestatteten mechanischen Werkstätten bereits hatten.

Vielleicht nicht ganz so offensichtlich aber mindestens ebenso bahnbrechend wie die 3D Drucker sind die Collaborations-Plattformen im Internet auf dem Vormarsch. Sie dezentralisieren und beschleunigen die Entwicklung und öffnen sie für die externe Zusammenarbeit. Basecamp ist hier der Vorreiter, aber es gibt inzwischen viele Cloud-Services, die ähnliches können. In Zukunft wird es offene Unternehmen geben, die weit verzweigt kooperieren und geschlossene, die ihre Innovationskraft nicht (mit)teilen. Welche Strategie am Ende erfolgreicher sein wird, hängt unter anderem von der Leistungsfähigkeit und Sicherheit des Internet ab.

13. Was passiert stilistisch in 2013 – was sind die Trends?
Apple’s stilprägender Einfluss hat meiner Meinung nach seinen Höhepunkt überschritten. Das Warten auf das nächste große Ding ist uns inzwischen zu langweilig geworden. Klar werden Apple Produkte weiterhin überall nachgeahmt und kopiert, aber originell sind der formatfüllende Touchscreen und die präzise Alu-Optik wahrhaftig nicht mehr. Die Apple-Werte allerdings, das Leise, Puristische und das Nutzerfreundliche, tatsächlich selbst ein Recycling der BRAUN Designphilosophie der 60er bis 80er Jahre, führen weltweit zu mehr Inhalt im Design, so dass sich die Frage nach dem Stil fast gar nicht mehr stellt.

 

Welches sind Ihre Prognosen für das Design in diesem Jahr? Vielleicht haben Sie einen anderen Blickwinkel, kommen aus einem anderen Kulturkreis. Schreiben Sie einen Kommentar mit Ihrer ganz persönlichen Prognose, hier unten geht’s gleich los…
Für den Fall, dass Sie die ersten 9 Fragen auch interessieren:

1. Was wird uns das Designjahr 2013 als Wichtigstes bringen?
2. Wird Design weiterhin so gefragt sein?
3. Was sind die Wünsche der Verbraucher?
4. Wann kommt das Thema Nachhaltigkeit im Design an?

5. Wie stehen die Unternehmen zum Faktor Design?
6. Wie entwickelt sich die Konkurrenzsituation im Design?
7. Mit welchem Geschäftsmodell haben Designer in 2013 Erfolg?
8. Wie verändert sich die finanzielle Situation in der Designbranche?
9. Welche Trends beeinflussen das Designbusiness?

(-> und hier gehts zum Review der Prognosen genau 1 Jahr später)

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13 Prognosen zum Design-Jahr 2013 (2/3)
Markus

Markus

Markus schreibt über Design- und Innovationsmanagement, Kreativitätsmethoden, Medical Design und Intercultural Branding. Mehr über…

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