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13 Prognosen zum Design-Jahr 2013 (2/3)

By Markus, 07. Januar 2013

Hat Ihnen der Auftaktartikel zu unseren Design-Prognosen 2013 gefallen? Hier kommen die nächsten Ausblicke zum Design-Business. (-> und hier gehts zum Review der Prognosen genau 1 Jahr später)

5. Wie stehen die Unternehmen zum Faktor Design?
6. Wie entwickelt sich die Konkurrenzsituation im Design?
7. Mit welchem Geschäftsmodell haben Designer in 2013 Erfolg?
8. Wie verändert sich die finanzielle Situation in der Designbranche?
9. Welche Trends beeinflussen das Designbusiness?

5. Wie stehen die Unternehmen zum Faktor Design?
Das Outsourcing der Entwicklungs- und Designabteilungen geht zurück oder sucht sich seine Nischen. Insgesamt wächst die Einsicht, dass komplett entkernte Unternehmen, ohne Entwicklungs- oder Fertigungskompetenz zu schwach für die Herausforderungen der Zukunft sind. Um der abnehmenden Produktkompetenz in den Unternehmen entgegen zu treten, sucht die Industrie nach neuen Möglichkeiten des Lernens und nach neuen Synergien. Trainings- Fortbildungs- und Beratungsangebote im Design und Innovationsbereich haben wieder Konjunktur. Das führt mittelfristig vermehrt zu Partnerschaften zwischen Unternehmen und Designanbietern und in manchen Fällen auch zum Rückbau des Outsourcing bzw. zu Hybridlösungen von Inhouse- und externen Designteams.

 

6. Wie entwickelt sich die Konkurrenzsituation im Design?
Die Anzahl der Anbieter im Designbereich steigt schon seit Jahren ständig. Zusätzlich wird der Markt global und öffnet sich durch Freelance-Börsen und Auktionsportale auch den Billiglohn-Anbietern. Der Preiskampf fängt bei den vielen Einzelkämpfern, den Freelancern an und zieht sich mehr und mehr in etablierte Agenturleistungen hinein. Die Spezialisierung auf Branchen oder Produktgattungen bietet nur noch begrenzten Schutz. Bessere Chancen bestehen für bahnbrechende Geschäftsmodelle, die durch innovative Prozesse, klares Profil oder Kooperationen im Design neue Dienstleistungsprodukte, passend für die Bedürfnisse der Industrie erfinden. Das Internet ermutigt Gründungen. Nie war es so einfach, selbständig zu sein, aber nie zuvor gab es gleichzeitig so viel Konkurrenz.

 

7. Mit welchem Geschäftsmodell haben Designer in 2013 Erfolg?
Internet-Plattformen etablieren sich rasch auch im Designbereich, mit Handelsfunktionen wie Auktionen etc.. Die Transparenz für die Käufer erhöht sich dadurch erheblich. Die spürbare Konkurrenz lässt gleichzeitig das Anspruchsniveau steigen. Manche Designleistung lässt sich aber auch einfacher erledigen. Man ist bereit, alte Zöpfe abzuschneiden – „warum muss das soviel kosten?“ Klug ist, wer bereits in der Vergangenheit ein gutes und leistungsfähiges Netzwerk aufgebaut hat. Wen kann man mitbringen? Freelancer sind allgemein auf dem Vormarsch und bringen durch die flexible Art der Kooperation den Markt ordentlich in Bewegung. Das Partnernetzwerk wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Kollaboration und Konkurrenz… (Harvard Business Review: Collaboration is the new competition)

 

8. Wie verändert sich die finanzielle Situation in der Designbranche?
In den von Profis dominierten Bereichen Produktdesign und Branding kommt die langjährige Abwärtsspirale bei den Designhonoraren 2013 zum Stillstand und dreht sich langsam wieder nach oben. Höhere Honorare werden hier durch höhere Kompetenz und Effektivität ausgeglichen, die wiederum durch Spezialisierung und schlankere Prozesse ermöglicht wurden. Die Designaufgaben verlagern sich jedoch in Richtung Internet, Engineering, Herstellung und Entwicklung in Asien. Deshalb wird es im reinen (nicht mit anderen Dienstleistungen verknüpften) Design weiterhin einen starken Kostendruck, verbunden mit hohem Termindruck in europäischen Entwicklungsprojekten geben.

 

9. Welche Trends beeinflussen das Designbusiness?
Crowdsourcing und Croudfunding sind seit dem Erfolg von Kickstarter in den USA schon gut etabliert und verzeichnen gegenüber der konventionellen Produktentwicklung gute Wachstumsraten. In Europa ist das Innovationsklima noch etwas verhalten, aber auch hier gibt es Kreative und Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle vorausschauend auf die neuen Möglichkeiten ausrichten. Es entsteht eine Demokratisierung der Entwicklungstätigkeiten, die auch in der „Maker-Bewegung“ eine weitere Ausdrucksform findet. Chris Anderson (Autor des Buches „Makers“) spricht schon von der nächsten industriellen Revolution. Mögliche Folge: immer mehr Bereiche des etablierten Designbusiness werden entprofessionalisiert und damit dem Designmarkt entzogen.

 

Welches sind Ihre Prognosen für das Design in diesem Jahr? Vielleicht haben Sie einen anderen Blickwinkel, kommen aus einem anderen Kulturkreis. Schreiben Sie einen Kommentar mit Ihrer ganz persönlichen Prognose, hier unten geht’s gleich los…
Hier noch schnell der Ausblick auf die weiteren Fragestellungen der ersten und dritten Folge:
1. Was wird uns das Designjahr 2013 als Wichtigstes bringen?
2. Wird Design weiterhin so gefragt sein?
3. Was sind die Wünsche der Verbraucher?
4. Wann kommt das Thema Nachhaltigkeit im Design an?

10. Wie entwickelt sich der Designstandort Deutschland?
11. Wie wirkt sich die fortschreitende Globalisierung auf das Design aus?
12. Was sind die wichtigsten Tools für Designer in 2013?
13. Was passiert stilistisch in 2013?

(-> und hier gehts zum Review der Prognosen genau 1 Jahr später)

13 Prognosen zum Design-Jahr 2013 (3/3)
13 Prognosen zum Design-Jahr 2013 (1/3)
Markus

Markus

Markus schreibt über Design- und Innovationsmanagement, Kreativitätsmethoden, Medical Design und Intercultural Branding. Mehr über...

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